Zur inhaltlichen Navigation | Direkt zum Inhalt
Foto: Jobsuche online - open 24 hours

Mobile Bewerberauswahl: 27 Prozent nutzen SMS-Funktion für die Kontaktaufnahme mit Bewerbern

Der Verein eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft ist Interessensvertreter für Unternehmen der Internetwirtschaft und hat gemeinsam mit der Hochschule RheinMain, der Contebis Management &Technology GmbH und der DJM Consulting GmbH eine Studie zum Thema "Mobile Recruiting" durchgeführt. Darunter wird der Einsatz mobiler Endgeräte bei der Rekrutierung von Personal verstanden. Mobile Anwendungen, mit deren Hilfe die Bewerberauswahl durchgeführt werden könnte, sind beispielsweise mobile Karriere-Webseiten, die gut mit mobilen Endgeräten wie dem iPhone genutzt werden können, mobile Videos oder der Twitter-Dienst. Die Untersuchung wurde im November 2009 durchgeführt, insgesamt waren 367 Personen an der Studie beteiligt.

So wurde an die Unternehmensmitarbeiter die Frage gestellt, ob ihr Unternehmen sich im Internet mit einer Karriere-Website präsentiert, die sich besonders gut auf mobilen Endgeräten nutzen lässt, da die Seite unter anderem für kleine Bildschirme optimiert wurde. Hier antworteten 63 Prozent der Unternehmen, dies sei nicht der Fall, 14 Prozent gaben an, die Optimierung sei in Planung und nur 8 Prozent der Befragten bestätigten die Frage. Zudem sollten die Studienteilnehmer beantworten, in welchen Teilbereichen des Unternehmens mobile Endgeräte zur Ansprache eingesetzt würden. 69 Prozent der Befragten antworteten, dies sei bereits im Bereich der Finanzkommunikation geschehen und 62 Prozent der Befragten gaben jeweils an, dies sei im Bereich Imagewerbung sowie im Bereich Public-Relations (Öffentlichkeitsarbeit) der Fall gewesen.

Bei der Frage, welche mobilen Anwendungen im Bereich Personalwesen in den Unternehmen jeweils für die Kontaktaufnahme mit Bewerbern eingesetzt wurden, nannten 27 Prozent die SMS-Funktion, bei 21 Prozent der Unternehmen war es das mobile Internet beziehungsweise das Web und bei 15 Prozent der Befragten der Twitter-Dienst. Außerdem wollten die Verfasser der Studie wissen, wie der Nutzen mobiler Endgeräte bei der Ansprache verschiedener Zielgruppen derzeit eingeschätzt wurde. Bei der Zielgruppe "Studenten" schätzten 45 Prozent der Unternehmensmitarbeiter den Nutzen als eher hoch ein und nur 3 Prozent sagten, der Nutzen sei eher gering. Bei der Zielgruppe "Fach- und Führungskräfte" bewerteten 38 Prozent der Befragten den Nutzen der Ansprache über mobile Endgeräte als eher hoch und 13 Prozent waren der Auffassung, der Nutzen sei gering.

Zudem wurde beleuchtet, ob die Untersuchungsteilnehmer sich vorstellen konnten, den Bewerbern bestimmte Inhalte über mobile Endgeräte zur Verfügung zu stellen: 88 Prozent der Befragten konnten sich vorstellen, dass in ihrem Unternehmen Stellenangebote über mobile Endgeräte zur Verfügung gestellt werden. 70 Prozent konnten sich vorstellen, auf diese Weise Einstiegsmöglichkeiten bekannt zu geben, 69 Prozent der Befragten würden über mobile Endgeräte Ansprechpartner nennen und 68 Prozent würden allgemeine Unternehmensinformationen nennen. Zukünftig wird mobilen Karriere-Webseiten ein hohes Nutzungspotential für Personalrekrutierung beigemessen, denn 26 Prozent der Teilnehmer schätzten das Potential als hoch ein. 23 Prozent bewerten hingegen das Potential von Karriere- oder Job-Newslettern als hoch und 14 Prozent sagten, der Microblogging-Dienst Twitter würde für die Zukunft ein hohes Nutzenpotential bei der Bewerberauswahl darstellen.




Quelle: eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.
Datum: 14.1.10
WWW-Link: http://www.eco.de/verband/202_7370.htm

Zurück zur Übersicht der aktuellen Meldungen.